Die Auslöseverzögerung ist ein konstruktionsbedingtes Merkmal und setzt sich bei einer Kamera je nach verwendeter Technik aus unterschiedlichen Komponenten zusammen, teils mechanischer, teils elektronischer Herkunft. Herkömmliche Kameras benötigen folgenden Ablauf:
1) Sensor wird aktiviert und misst Schärfe und Belichtung
2) Der Verschluss öffnet sich und das Bild wird belichtet

Digitalkameras benötigen folgenden Ablauf:
1) Kameraverschluss öffnet sich
2) Sensor wird aktiviert und misst Schärfe und Belichtung
3) Der Verschluss schließt sich kurz vor der Aufnahme wieder
4) Der Aufnahme-Chip wird auf Null gesetzt
5) Der Verschluss öffnet sich abermals und das Bild wird belichtet Dieser andere und umfangreichere Ablauf bei den „Digitalkameras“ hat zur Folge, dass der Fotograf den gewünschten Auslösepunkt noch wesentlich ungenauer bestimmen kann, als bei der analogen Kamera.