Deutscher Wetterdienst Regionenwetter-aktuell ausgegeben vom Nationalen Warnzentrum in Offenbach am Freitag, 10.02.2012, 11:30 Uhr Anfangs noch teils bewölkt, später sonnig. -7 bis -2 Grad. Vorhersage für Hessen: Heute Mittag lockern letzte Wolken auf, dann scheint am Nachmittag verbreitet die Sonne und es bleibt trocken. Es sind Höchstwerte zwischen -7 und -2 Grad, im höheren Bergland um -9 Grad zu erwarten. Der schwache, vor allem im Bergland auch mäßige und böige Wind kommt aus nordöstlicher Richtung. In der Nacht zum Samstag ist es klar oder gering bewölkt und trocken. Die Tiefstwerte liegen zwischen -11 und -15 Grad, im Bergland bis -19 Grad. Es weht schwacher Wind um Nordost. Am Samstag ist es trocken und meist scheint die Sonne. Dabei steigen die Tagestemperaturen auf Werte zwischen -8 und -4 Grad, auf den Bergen um -10 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig, in Berglagen auch stark böig um Nordost. In der Nacht zum Sonntag ist es meist klar und es bleibt niederschlagsfrei. Es ist mit strengem Frost zwischen -12 und -16, in Tallagen vereinzelt bis -20 Grad zu rechnen. Der Wind weht meist schwach aus nördlichen Richtungen. Am Sonntag ist es zunächst sonnig und trocken. Im Tagesverlauf nimmt die Bewölkung von Norden etwas zu, es schneit aber kaum. Die Tagestemperaturen steigen etwa auf -6 bis -2 Grad. Der Wind weht meist schwach aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zum Montag verdichten sich die Wolken weiter und es kann zu geringem Schneefall kommen. Je nach Bedeckung sinken die Tiefstwerte auf -6 bis -12 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen. Am Montag ist es meist stark bewölkt oder bedeckt und es kommt gebietsweise zu leichtem Schneefall. Die Neuschneemengen betragen dabei meist 1 bis 2 cm, in Staulagen auch bis 5 cm. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen -2 und 0 Grad, im oberen Bergland um -5 Grad. Der Wind weht schwach aus westlichen Richtungen. In der Nacht zum Dienstag setzen sich die leichten Schneefälle bei bedecktem Himmel fort. Es werden Tiefstwerte zwischen mit -2 und -5 Grad erwartet. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest. Deutschlandübersicht: Offenbach, Freitag, den 10.02.2012, 11:30 Uhr - Der eine mag es bedauern, der andere mag sich freuen - Kältehoch DIETER ist kurz vor dem Absprung und verabschiedet sich von der Wetterbühne. Was so ein bisschen nach tragischem Boulevard klingt, ist meteorologisch durchaus substanziell nachzuvollziehen. Weit im Norden und Nordwesten Europas sowie über dem Nord- bzw. Nordpolarmeer scharren die verschiedenen Tiefdruckgebiete schon mit den Hufen, um ihren Einfluss auch auf unsere Breiten auszudehnen - mit zunehmendem Erfolg. Zunächst stemmt sich DIETER zwar noch dagegen, was uns größtenteils ein ruhiges und frostiges Winterwochenende beschert. Bereits am Sonntag zeigt das Hoch auf seiner Nordflanke aber bereits erhebliche Abwehrschwächen, so dass ein erster Tiefausläufer - Absender ist das Nordmeertief MAIKE - auf den Norden und Nordwesten mit Schnee, örtlich vielleicht auch gefrierendem Sprühregen mit Glatteis übergreifen kann. Dazu kommt es zu einer leichten Frostabschwächung, ohne dass es aber gleich wirklich mild wird. Im Laufe der kommenden Woche positionieren sich die Hochs und Tiefs dann endgültig neu. Hoher Luftdruck - bisher eher in Nord- und Nordosteuropa zu finden - baut sich über dem nahen Ostatlantik vor Irland und Großbritannien auf. Gleichzeitig etablieren sich über Nordeuropa verschiedene Tiefdruckgebiete, von denen eines durchaus auch mal den Weg zu uns finden kann. Entscheidend aber ist die Tatsache, dass sich zwischen dem Hoch und den Tiefs eine nordwestliche Strömung einstellt, mit der maritime Polarluft nach Mitteleuropa respektive Deutschland gesteuert wird. Diese Luftmasse ist von ihrem Ursprung zwar ebenfalls kalt, erwärmt sich aber auf ihrem Weg über den Nordostatlantik bzw. die Nordsee und nimmt gleichzeitig noch reichlich Feuchtigkeit auf. Die Folge ist einerseits zwar eine Frostabschwächung, die im Nordwesten schneller und nachhaltiger abläuft als im Südosten. Allerdings bleibt das Temperaturniveau noch so niedrig, dass die wiederholten Niederschläge häufig als Schne e und nur teilweise als Regen fallen. Da die Böden deutschlandweit noch tief gefroren sind, besteht gerade zu Wochenanfang und nach Nordwesten hin die Gefahr von Glatteis. In den Bergen kann es - besonders im Nordweststau - zeitweise kräftig schneien, aber auch im Flachland wird es vielerorts weiß und so manchen Autofahrer möglicherweise zur Weiß-Glut bringen. Dazu gesellt sich wahrscheinlich am Dienstag und auch noch am Mittwoch ein lebhafter und böiger, teils stürmischer Nordwestwind. Das erklärt Dipl. Met. Jens Hoffmann von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage. Copyright (c) Deutscher Wetterdienst