Donnerstag, 23.02.2012
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Deutschlandwetter -/ Vorhersage
Deutscher Wetterdienst Deutschlandwetter-aktuell ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am Mittwoch, 22.02.2012, 11:30 Uhr In der Nacht auf Donnerstag und am Donnerstag in höheren Lagen und im Süden Gefahr von gefrierendem Regen. Zudem in der Nordhälfte sehr windig. Am Freitag sehr mild. Weiterhin wechselhaft Offenbach, Mittwoch, den 22.02.2012, 11:30 Uhr - Die vergangene Nacht war in der Südhälfte noch einmal vielerorts frostig. Am kältesten war es dabei direkt am Alpenrand, wo es erneut strengen Frost gab. Negativer Spitzenreiter war Reit im Winkel mit -15.5 Grad, gefolgt von Oberstdorf mit -15.2 Grad und Leutkirch-Herlatzhofen mit -15.0 Grad. Der Grund dafür, dass es dort so kalt werden konnte, ist unter anderem Hoch EITEL. Eitel erstreckt sich brückenartig vom Atlantik über Süddeutschland bis nach Westrussland. Das Hoch sorgt für windarme Verhältnisse, zudem liegt am Alpenrand und in den südlichen Mittelgebirgen noch einiges an Schnee. Die Kombination führt schließlich dazu, dass die Temperatur so stark absinken kann. Deutlich wärmer war es unter vielen Wolken im Norden. Dort sind atlantische Tiefausläufer mit milden Luftmassen wetterwirksam. Am mildesten war es in Rostock-Warnemünde mit einem Minimum von 5.2 Grad, gefolgt von Quedlinburg und Kirchdorf/Poel mit jeweils 4.8 Grad. Ab der zweiten Tageshälfte wird uns Tief TANJA zunehmend beschäftigen. Tanja befindet sich derzeit schon bei Schottland und wird auf östlicher Zugbahn weiter über Südschweden und das Baltikum weiter bis nach Westrussland ziehen. TANJA wird zum einen ordentlich Wind machen, denn die Luftdruckgegensätze zwischen dem Hoch über dem Süden und dem Tief im Norden verschärfen sich. So gibt es bereits jetzt schon Windböen (Bis 60 km/h) an den Küsten, die sich im Laufe des Nachmittages bis in das angrenzende Binnenland ausweiten. An der See muss dann auch mit Sturmböen (bis 85 km/h) gerechnet werden. Der Höhepunkt der Windentwicklung wird in der ersten Nachthälfte auf Donnerstag erwartet. Dann sind im gesamten Norden und Osten Windböen möglich, im Nordosten teils auch stürmische Böen (um 70 km/h). An der See treten allgemein Sturmböen auf, in exponierten Lagen sind auch schwere Sturmböen (bis 100 km/h) möglich. Das gilt besonders für die nordfriesischen Inseln. Am windigsten wird es wohl wie so häufig auf dem Brocken, wo orkanartige Böen bis 115 km/h erwartet werden. Das zweite Problem ist die Glätte. In der Nacht auf Donnerstag wird sich ein Niederschlagsgebiet auf den Weg machen und Deutschland von Nord nach Süd überqueren. Es kommt bis zum Donnerstagmorgen etwa bis in den Norden von Baden-Württemberg und Bayern voran. Zunächst fällt der Niederschlag als Regen und verursacht keine Probleme. Je weiter er nach Süden voran kommt, desto kälter wird die Luft sein, auf die der Niederschlag trifft. So kann die Temperatur bei anfänglichen Auflockerungen im Süden und in höheren Lagen der Mittelgebirge noch mal in den Frostbereich absinken. Dort besteht dann die Gefahr von gefrierendem Regen mit erheblicher Glättebildung. Auch eine kurze anfängliche Schneephase ist in diesen Gebieten nicht ganz ausgeschlossen. Am Donnerstagvormittag werden dann auch die restlichen Teile von Bayern und Baden-Württemberg vom Niederschlagsgebiet erfasst, wobei weiterhin die Gefahr von gefrierendem Regen besteht. Zum Nachmittag verzieht sich die Glättproblematik dann mehr und mehr in höhere Lagen des Bayrischen Waldes und der Alpen. Und wie geht's weiter? Wechselhaft. Nachdem Tanja abgezogen ist, ziehen in der Folge weitere Tiefdruckausläufer über Deutschland hinweg. Nach einer milden Nacht mit Tiefstwerten, die am Niederrhein kaum unter 10 Grad sinken, wird es am Freitag fast frühlingshaft warm. Die Höchstwerte werden zwischen 9 und 13 Grad erwartet. Zudem bleibt es im Osten und Norden von Deutschland sehr windig. Zum Wochenende wird es dann wieder etwas kühler. Es bleibt dabei weiter unbeständig. Erst zur Mitte der kommenden Woche gibt es Signale, dass sich eine stabilere Großwetterlage einstellt. Da muss man aber noch ein wenig abwarten. Das erklärt Dipl.-Met. Marcus Beyer von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage. Deutschlandvorhersage: Heute Vormittag fällt im östlichen Bergland aus aufliegenden Wolken noch vereinzelt etwas Sprühregen, teils gefrierend. Später ist es dort, wie auch in großen Teilen der Mitte und des Südens freundlich. Im Süden scheint die Sonne zum Teil lang anhaltend. Im Norden überwiegen die Wolken und es kann zeitweise ein wenig Sprühregen geben. Die Temperatur steigt auf Werte zwischen 6 und 10 Grad, am Niederrhein bis 11 Grad. Am Alpenrand gibt es teils nur Werte um 4 Grad. Der Wind weht im Süden meist schwach, sonst mäßig, im Norden auch frisch aus Südwest. An der Küste kommt es zu starken bis stürmischen Böen, in exponierten Lagen auch Sturmböen. In der Nacht zum Donnerstag breitet sich ein Regengebiet vom Norden bis zur Mitte aus. Vor allem in höheren Lagen der Mittelgebirge wird es zuvor noch einmal frostig, sodass dort mit erheblicher Glätte durch gefrierenden Regen gerechnet werden muss. Anfangs kann auch kurzzeitig etwas Schnee fallen. Nach Süden sind die Wolken anfangs noch teils aufgelockert. Der Wind erreicht in der ersten Nachthälfte seinen Höhepunkt, dann sind im Osten starke, nach Norden teils auch stürmische Böen aus Südwest möglich. An der Küste gibt es Sturmböen, in exponierten Küstenlagen vereinzelt auch schwere Sturmböen. Im Süden kühlt es auf 1 bis -6 Grad ab, sonst werden Tiefstwerte zwischen 7 und 2 Grad erwartet. Am Donnerstag breitet sich das Niederschlagsgebiet aus der Nacht bis in den Süden aus. Nur am Alpenrand gibt es zu Beginn noch ein wenig Sonne. Nach der frostigen Nacht sind die Böden im Süden noch gefroren, sodass die Gefahr von gefrierendem Regen mit erheblicher Glättebildung besteht. Bis zum Mittag zieht sich die Glätte in höhere Mittelgebirgslagen zurück. Im übrigen Deutschland ist es vielerorts grau mit etwas Nieselregen. Nur im Nordosten und in Schleswig-Holstein kann sich zeitweise die Sonne durchsetzen. Die Höchsttemperatur liegt zwischen 5 und 8 Grad in der Südhälfte sowie 8 und 12 Grad in der Nordhälfte. Der Wind lässt weiter nach. Er weht vor allem noch im Osten und Norden zeitweise stark böig aus West. In höheren Berg- und exponierten Ostseeküstenlagen sind auch noch stürmische Böen möglich. In der Nacht zum Freitag ist es vielerorts stark bewölkt bis bedeckt und es fällt noch ein wenig Regen oder Sprühregen. Besonders im Südwesten gibt es zeitweise größere Auflockerungen. Es bleibt mild mit Tiefstwerten zwischen 9 Grad am Niederrhein und 3 Grad südlich der Donau, dort wo es länger aufklart auch noch darunter. Am Alpenrand und im höheren Bayrischen Wald gibt es leichten Frost und Glätte. Der Wind weht an der Ostseeküste und im Bergland in Böen teils stürmisch. Auf den Gipfeln sind auch Sturmböen möglich. Am Freitag ist der Himmel in einem breiten Streifen über der Mitte vielfach bedeckt und es fällt zeitweise etwas Regen oder Sprühregen. Im Süden kann sich auch zeitweise die Sonne zeigen. Später sind auch im Norden größere Auflockerungen möglich. Dazu wird es fast frühlingshaft mild mit Höchstwerten zwischen 9 bis 13 Grad, in höheren Lagen um 6 Grad. Der Wind weht mäßig, besonders im Osten teils auch frisch aus westlichen Richtungen. Dort sind im Tagesverlauf starke in Küstennähe auch stürmische möglich Böen. Auf den ostdeutschen Berggipfeln sind Sturmböen möglich. In der Nacht zum Samstag ist es von der Mitte bis in den Süden stark bewölkt bis bedeckt und es fällt etwas Regen. Im Norden gibt es bereits größere Wolkenlücken, die sich in der zweiten Nachhälfte allmählich bis zu Mitte ausbreiten. Der Regen zieht sich dann nach Süden zurück. Es kühlt auf Werte zwischen 6 und 3 Grad ab, in Alpennähe und in höheren Mittelgebirgslagen ist auch wieder leichter Frost möglich. Im Osten und Nordosten sind weiterhin Windböen, an der Küste und in exponierten Lagen auch Sturmböen aus West möglich. Am Samstag zieht sich der Regen zunächst an den Alpenrand zurück. Im übrigen Deutschland überwiegt zunächst wechselnde Bewölkung mit sonnigen Abschnitten. Später ist es in der Nordhälfte zum Teil wieder stärker bewölkt und es kann etwas Regen oder Sprühregen fallen. Die Höchsttemperatur liegt meist zwischen 7 und 11 Grad, am Oberrhein werden bis 12 Grad erreicht, im Bergland gibt es Werte um 3 Grad. Der Wind weht im Norden und Osten mäßig bis frisch aus West. Dazu gibt es starke bis stürmische Böen. In höheren Berg- und exponierten Küstenlagen sind auch Sturmböen möglich. Nach Osten und Süden ist der Wind deutlich schwächer. In der Nacht zum Sonntag ist es wechselnd, vielfach stärker bewölkt und gebietsweise fällt etwas Regen, in höheren Lagen auch Schnee. Am ehesten trocken bleibt es im Südwesten und Westen des Landes Die Tiefstwerte liegen meist zwischen 3 und 0 Grad. Etwas milder bleibt es in Küstennähe mit 4 Grad, im Bergland ist leichter Frost möglich. Der Wind weht im Osten und Norden anfangs in Böen noch teils stark. Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
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